Bericht Westf. Nachrichten vom 06. Dezember 2016

Schützen in Bösensell erhöhen die Beiträge

Von Dieter Klein

 

Wenn‘s ums Geld geht, liegen die Nerven schnell blank. Von daher geriet auch die Jahresmitglieder-Versammlung der Bösenseller St. Johanni-Schützen beim Thema „Beitragserhöhung" leicht in Turbulenzen. Denn es ging im Tagesordnungspunkt zehn um eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags um zehn Euro – von derzeit 15 Euro auf demnächst 25 Euro pro Jahr. Zusätzlich soll zukünftig die Beitragsfreistellung für ältere Mitglieder wegfallen.

„Andernfalls“, mahnte Schatzmeister Markus Middendorf, „sind die finanziellen Reserven des gesund dastehenden Vereins in kürzester Zeit aufgebraucht.“

Nach langer, teils emotionsgeladener Diskussion, stimmte die Mehrheit – bei sieben Enthaltungen – für die erhöhten Sätze.

Ausgelöst wurde der „Tanz um den Mammon“ durch die Abrechnung mit dem Festwirt nach dem letzten Schützenfest. „Der wollte nicht mehr zu unseren Konditionen mit uns feiern“, brachte Vorsitzender Hubert Reher als Hauptgrund für die neue Preisgestaltung vor. Und Rücksprachen mit mehreren möglichen Festwirten hätten ergeben, dass die St. Johanni-Schützen in absehbarer Zeit jedes Schützenfest mit einem Minus von rund 5400 Euro abschließen müssten.

Folglich hatte sich die Bruderschafts-Führung auf den Schritt einer Beitragserhöhung schon im Vorhinein geeinigt.

Als ein Vorstand übrigens, der bei den vorausgegangenen notwendig gewordenen Wahlen das Vertrauen aller Anwesenden genießen konnte. So bleibt Wilderich von und zur Mühlen auch die kommenden drei Jahre als stellvertretender Vorsitzender tätig, ebenso wie Markus Middendorf als Schatzmeister. Nur der Platz des stellvertretenden Geschäftsführers, Paul Finkenbrink, musste mit Dirk Adorf neu besetzt werden. Finkenbrink, der mit großer Würdigung für seine langjährige Treue und Vereinsarbeit unter „standing Ovation“ verabschiedet wurde, zeigte sich ob der Anerkennung tief bewegt.

So blieb die Stimmung auch während des langen Mitgliederabends im Vereinslokal Temme trotz der „Tariferhöhung“ letztlich auf ständigem Hoch. Schließlich weilten ja auch der amtierende Kaiser Manfred Große Höckesfeld und der amtierende König Theo Leopold unter den Freunden im Vereinslokal. Nicht zu vergessen der Ehrenvorsitzende Josef Vedder sowie die Ehren-Vorstände Josef Leifken, Albert Klabautschke, Josef Wiescher und Antonius Stegt.