Bericht Westf. Nachrichten vom 9. Dezember 2014

St.-Johanni-Schützen Bösensell Offensive für das Mitgliederwachstum


 

Der Schützenbruderschaft St. Johanni gehören noch über 500 Mitglieder an. Dass deren Zahl aber zuletzt zurückging, möchten die Schützen nicht hinnehmen. Sie setzen auf eine Offensive, um vor allem bei jüngeren Leuten zu punkten.

Die sinkenden Mitgliederzahlen sind den St.-Johanni-Schützenbrüdern Bösensell ein Dorn im Auge. Der Sinkflug von rund 530 auf gut 500 Mitglieder löste eine brisante und offene Debatte während der Generalversammlung am Samstag im Vereinslokal Temme aus. Sachlich diskutierten Vorstand und Mitglieder, um dem Trend entgegen zu steuern.

„Das ist ein Thema, das in Angriff genommen werden muss“, betonte der Vorsitzende von St. Johanni, Hubert Reher. Um ein Haar wäre man bei den Mitgliederzahlen unter die 500er-Marke gerutscht. Derzeit gehören 502 Mitglieder zur Bruderschaft. Seit dem Hoch mit rund 530 Mitgliedern in 2008 und 2009, verzeichnen die Schützen seit 2010 einen kontinuierlichen Rückgang.

Besorgnis erregend sei vor allem die Statistik zur Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen, die lediglich aus 35 Mitgliedern besteht. Bei den 26 bis 40-Jährigen belaufen sich die Zahlen auf 103, während die Gruppe der 41 bis 60-Jährigen die stärkste Fraktion, mit 216 Mitgliedern, stellt. In der Kategorie 61 bis 75 Jahre sind es 101. „Wir müssen jetzt Eigeninitiative ergreifen“, forderte Reher, „und junge Mitglieder werben.“

Der zweite Vorsitzende Wilderich von und zur Mühlen unterstrich, dass ein Dorf von seinem Schützenverein lebe. Man müsse der Entwicklung entgegen wirken, und auf Neubürger zu gehen. Im Zuge der Eigeninitiative soll auch der Internetauftritt der Bruderschaft bearbeitet und auf den neuesten Stand gebracht werden.

Bei den neu zu besetzenden Positionen zeichneten sich Wiederwahlen ab: Hubert Reher hält seit sechs Jahren unangefochten den Vorsitz der St.-Johanni-Bruderschaft. Das bleibt auch so. Die Versammlung bestätigte den Bösenseller erneut in seinem Amt. Damit bleibt Reher die kommenden drei Jahre erster Vorsitzender.

Auch der stellvertretende Schriftführer, Paul Finkenbrink, wurde wiedergewählt.

Kassenprüfer sind Michael Rohlmann und Thomas Eckrodt. Ralf Högemann scheidet nach zwei Jahren aus. Die Wahlen erfolgten einstimmig.

Zur positiven Finanzlage trug Kassierer Markus Middendorf vor. Die Kassenprüfer Högemann und Eckrodt bescheinigten Middendorf eine gute Kassenführung. Die Versammlung entlastete den Vorstand.

Schießwart Markus Ueding und Oberst Michael Kunkel zeichneten die Bestplatzierten der Vereinsmeisterschaften, Christian Söbke (Erster) und Werner Feldhaus (Dritter) mit einem Orden aus.

Das Bösenseller Schützenfest findet im kommenden Jahr vom 3. bis 5. Juli (Freitag bis Sonntag) statt. Wegen der problematischen Besucherzahlen am Samstag gehen Überlegungen des Vorstandes dahin, das Programm an diesem Tag zu straffen. „Wir wollen die Dorfgemeinschaft für das Schützenfest begeistern“, so Reher.